Hinter den Kulissen

Circus Krone sagt Gesprächstermin mit VIER PFOTEN vorerst ab

Freizeitfokus veröffentlicht die Stellungnahme vollständig – Anfrage an VIER PFOTEN ist gestellt

Nach den Ereignissen rund um die Premiere von Circus Krone auf dem Hamburger Heiligengeistfeld am 17. September 2026 gibt es eine neue Entwicklung. Circus Krone hat mit einer Pressemitteilung vom 29. September mitgeteilt, dass der für den 1. Oktober geplante Gesprächstermin mit der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN vorerst nicht stattfinden soll.

Freizeitfokus hat sich bereits in der bisherigen Berichterstattung bewusst dafür entschieden, unterschiedliche Sichtweisen zu Wort kommen zu lassen. Auch bei der aktuellen Entwicklung wollen wir uns nicht auf eine Seite schlagen und die Aussagen der Beteiligten nicht durch einzelne ausgewählte Zitate verkürzen oder in eine bestimmte Richtung einordnen.

Deshalb veröffentlichen wir die uns vorliegende Pressemitteilung von Circus Krone nachfolgend vollständig und ungekürzt.

Gleichzeitig haben wir VIER PFOTEN um eine Stellungnahme zu den darin angesprochenen Punkten gebeten. Auch diese würden wir selbstverständlich vollständig und ungekürzt veröffentlichen und deutlich als Stellungnahme der Organisation kennzeichnen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags steht die Antwort noch aus.

Unsere Leserinnen und Leser sollen die Möglichkeit haben, die jeweiligen Aussagen selbst zu lesen, einzuordnen und daraus die für sie wichtigen Informationen zu ziehen. Eine Bewertung oder Vorverurteilung der beteiligten Seiten nehmen wir dabei nicht vor.


Pressemitteilung von Circus Krone vom 29. September 2026

Circus Krone sagt Gesprächstermin mit VIER PFOTEN vorerst ab – Aufklärung der Ereignisse vom 17. September hat Vorrang

Unsere Gesprächsbereitschaft bleibt bestehen – zu gegebener Zeit werden wir selbst die Initiative für einen neuen Termin ergreifen

Wir werden den für den 1. Oktober vereinbarten Gesprächstermin mit der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN vorerst nicht wahrnehmen. Hintergrund sind die weiterhin laufenden Ermittlungen und die noch nicht abgeschlossene Aufarbeitung der Ereignisse vom 17. September auf dem Heiligengeistfeld.

Unsere grundsätzliche Bereitschaft zu einem sachlichen Dialog besteht ausdrücklich weiterhin. Nach den Geschehnissen der vergangenen Wochen halten wir jedoch zunächst eine vollständige Klärung der Vorgänge für erforderlich.

Am 17. September kam es auf unserem Gelände zu einer unangekündigten Protest- und Störaktion. Aktivisten gelangten auf unser Betriebsgelände und kletterten auf unsere Zeltanlage. Der Vorfall führte zu einem Einsatz von Polizei und Rettungskräften und ist weiterhin Gegenstand behördlicher Ermittlungen.

Wir möchten deren Ergebnis weder vorwegnehmen noch einzelne Beteiligte öffentlich vorverurteilen. Aus diesem Grund werden wir uns derzeit auch nicht zu Einzelheiten der laufenden Ermittlungen äußern.

„Wir haben einem Gespräch zugestimmt, weil wir grundsätzlich bereit sind, unterschiedliche Positionen offen und sachlich miteinander zu diskutieren. Nach den Ereignissen vom 17. September halten wir es jedoch für richtig, zunächst die laufenden Ermittlungen und die weitere Aufarbeitung abzuwarten. Ein Gespräch zum jetzigen Zeitpunkt wäre aus unserer Sicht verfrüht.“

Friedlicher Protest und Kritik gehören zum gesellschaftlichen Diskurs

Wir respektieren das Recht auf freie Meinungsäußerung, friedlichen Protest und Kritik. Unterschiedliche Auffassungen über die Haltung von Tieren im Circus dürfen und sollen diskutiert werden. Dazu gehört für uns auch, uns kritischen Fragen zu stellen und unterschiedliche Standpunkte auszutauschen.

Gleichzeitig ziehen wir eine klare Grenze dort, wo Protest unmittelbar in unseren laufenden Betrieb eingreift. Das unbefugte Betreten unseres Betriebsgeländes und das Besteigen unserer Zeltkonstruktion sind aus unserer Sicht nicht mit einer friedlichen Demonstration im öffentlichen Raum gleichzusetzen.

Wir tragen täglich Verantwortung für unsere Besucherinnen und Besucher, unsere Mitarbeiter und Artisten, unsere Tiere sowie für die Sicherheit des gesamten Veranstaltungsbetriebes. Die Sicherheit auf unserem Betriebsgelände und an unseren technischen Anlagen ist für uns deshalb nicht verhandelbar.

Die weitere tatsächliche und rechtliche Bewertung der Ereignisse vom 17. September soll nun zunächst dort erfolgen, wo sie hingehört: bei den zuständigen Behörden.

Gesprächsbereitschaft ja – aber unter klaren Voraussetzungen

Die Absage des Termins am 1. Oktober bedeutet ausdrücklich keinen Abbruch des Dialogs mit VIER PFOTEN.

Wir sind weiterhin bereit, uns über Tierhaltung, Tierschutz und unterschiedliche Positionen zur Zukunft von Tieren im Circus auszutauschen. Ein solcher Dialog kann aus unserer Sicht jedoch nur dann sinnvoll sein, wenn die Voraussetzungen für einen sachlichen, respektvollen und verlässlichen Austausch gegeben sind.

„Gesprächsbereitschaft bedeutet für uns nicht, dass ein Dialog unabhängig von den jeweiligen Umständen stattfinden muss. Wir lassen uns durch die Ereignisse vom 17. September nicht grundsätzlich von einem Austausch abbringen. Gleichzeitig entscheiden wir selbst, wann die Voraussetzungen für einen konstruktiven Dialog wieder gegeben sind. Zunächst hat die vollständige Aufarbeitung der aktuellen Vorgänge Vorrang.“

Nach ausreichender Klärung der Ereignisse werden wir selbst die Initiative ergreifen und VIER PFOTEN einen neuen Gesprächstermin vorschlagen. Zeitpunkt, Ort und Rahmen werden wir so wählen, dass aus unserer Sicht die Voraussetzungen für einen ernsthaften, sachlichen und respektvollen Austausch gegeben sind.

Bis dahin respektieren wir die laufenden Ermittlungen und werden uns zu deren Einzelheiten bewusst nicht öffentlich äußern.


Redaktioneller Hinweis:
Der vorstehende Text ist die Pressemitteilung von Circus Krone vom 29. September 2026 und wurde vollständig und ungekürzt wiedergegeben. Freizeitfokus macht sich die darin enthaltenen Aussagen nicht zu eigen.

KaPeHo
Author: KaPeHo