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Interview: Susan Sideropoulos über „That’s My Style“, Social-Media-Detox und echte Persönlichkeiten

Mit „That’s My Style“ startet im ZDF eine neue Staffel des beliebten Umstylingformats.

Moderatorin Susan Sideropoulos spricht im Interview mit Freizeitfokus über echte Menschen, Mode ohne Verkleidung – und warum sie zuletzt bewusst eine Social-Media-Pause eingelegt hat.

Freizeitfokus: Susan, du moderierst die neue Staffel von „That’s My Style“. Was hat dich an dem Format sofort überzeugt?

Susan Sideropoulos: Also letztes Jahr Staffel eins fand ich das Konzept total schön, weil das so leicht und freundlich ist. Es geht gar nicht darum, irgendwelche Menschen komplett zu verändern, sondern vielmehr darum, Persönlichkeiten zu unterstreichen. Hilfe zur Selbsthilfe, würde ich fast sagen. Man bekommt ganz viel tolles Expertenwissen mit. Gleichzeitig ist das Ganze fast schon wie eine Spielshow, weil zwei Stylisten immer quasi um einen Fall battlen und man natürlich wissen möchte, wie es ausgeht. Und das Ganze ist einfach mit viel Spaß verbunden.

Freizeitfokus: Du hattest eben gesagt, die Stylisten battlen sich. Wie erlebst du die Dynamik dadurch am Set?

Susan Sideropoulos: In Wahrheit verstehen die sich natürlich alle sehr gut. Wir haben unfassbar viel Spaß. Wenn ich mal daneben stehe, dann geht es natürlich auch oft um das Thema Style. Dann wird diskutiert: „Ich sehe das so – wie siehst du das?“ Da wird viel Expertenwissen hin- und hergeworfen, aber natürlich auch privat tolle Gespräche geführt. Vor der Kamera ist dieses „Battlen“ eher ein liebevolles Necken – und genau das macht es auch charmant.

Freizeitfokus: Was unterscheidet die Sendung für dich von klassischen Umstyling-Formaten?

Susan Sideropoulos: Bei Umstylingformaten denkt man ja oft: Da kommt jemand rein und geht komplett verändert wieder raus. Fast schon wie verkleidet. Und genau das ist hier nicht so. Hier kommen echte Menschen mit einem echten Budget, einem echten Anliegen und individuellen Anforderungen. Die Stylisten setzen das nach bestem Wissen um. Im besten Fall gehen die Teilnehmer mit einem neuen Outfit nach Hause – aber eben auch mit vielen Tipps, wie sie die Sachen im Alltag kombinieren können und was ihnen wirklich steht.

Freizeitfokus: In der Sendung wird mit eigenem Geld geshoppt. Macht das die Entscheidungen authentischer?

Susan Sideropoulos: Ja, absolut. Der eine Stylist sagt vielleicht: „Ich habe hier jeden Cent ausgegeben“, während der andere sagt: „Ich habe das Top-Outfit für die Hälfte gefunden.“ Dann entscheidet der Kunde natürlich auch ganz anders und sagt vielleicht: „Super, dann nehme ich lieber die restliche Kohle mit nach Hause.“ Das macht die Entscheidungen einfach realistischer.

Freizeitfokus: Gab es Entwicklungen von Teilnehmern, die dich besonders berührt haben?

Susan Sideropoulos: Absolut. Da kommen Menschen hin und sagen: „Ich habe mein ganzes Leben noch nie bunte Sachen getragen“ oder „Ich dachte immer, Kleider stehen mir nicht.“ Und dann sieht man plötzlich eine Frau, die sagt: „Jetzt will ich nur noch Kleider tragen!“ Durch kleine Tricks und Kniffe verändert sich eben nicht nur das Outfit, sondern oft auch das Selbstbewusstsein.

Freizeitfokus: Welche Trends oder Styling-Ansätze sind dir besonders im Kopf geblieben?

Susan Sideropoulos: Natürlich wurde viel über Farben, Stoffe und Trends gesprochen. Aber was ich persönlich am spannendsten fand: Wie man mit Basics arbeiten kann und einzelne Teile zum Hingucker macht. Das konnte ich sogar für meinen eigenen Kleiderschrank mitnehmen.


Freizeitfokus: Wie würdest du deinen eigenen Stil in drei Worten beschreiben?

Susan Sideropoulos: Praktisch, bunt und etwas verspielt.

Freizeitfokus: Du bist seit vielen Jahren im TV präsent. Was hat sich für dich am meisten verändert?

Susan Sideropoulos: Ich bin jetzt seit über 25 Jahren dabei und da hat sich natürlich unglaublich viel verändert. Das komplette Fernsehverhalten hat sich gewandelt – hin zum Streaming und zu ganz neuen Sehgewohnheiten. Ich bin total dankbar, dass ich immer breit aufgestellt war: Schauspielerei, Moderation, Unterhaltungsshows, Dokumentationen. Diese Vielseitigkeit hilft mir bis heute enorm.

Freizeitfokus:

Du hast zuletzt auch einen bewussten Social-Media-Detox gemacht. Magst du erzählen, warum?

Susan Sideropoulos: Ich mache das grundsätzlich einmal im Jahr, meistens rund um Weihnachten. Dieses Jahr war ich aber einfach total ausgelaugt. Wir haben ein neues Projekt gestartet – unseren Onlinekurs „Liebe Next Level“ – und gleichzeitig lief „That’s My Style“. Ich war viel krank und habe gemerkt, dass ich mich gar nicht richtig erhole. Deshalb habe ich bewusst eine kleine Reißleine gezogen. Für mich gehört das ganzheitlich zusammen: Gesundheit, Psyche und auch der ständige Input über Social Media. Und ich merke tatsächlich schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung.

Freizeitfokus: Worauf dürfen sich die Zuschauer bei „That’s My Style“ besonders freuen?

Susan Sideropoulos: Ich glaube, gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir leichte Unterhaltung, bei der man einfach mal abschalten kann. Die Zuschauer dürfen sich auf tolle Stylisten mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten freuen – und auf fantastische Kandidaten. Wir hatten wirklich nur Jackpot-Menschen dabei. Das wird einfach eine richtig schöne Sendung.

Freizeitfokus: Und worauf dürfen wir uns von Susan Sideropoulos dieses Jahr noch freuen?

Susan Sideropoulos: Da überrasche ich mich manchmal selbst (lacht). Aber auf jeden Fall geht es weiter mit unserem Onlinekurs „Liebe Next Level“, den mein Mann und ich gestartet haben. Im November wird es dazu eine neue Runde geben. Außerdem haben wir über den Sommer einen „Liebe Next Level Club“, bei dem wir uns einmal im Monat online treffen und über Beziehungsthemen sprechen.

Freizeitfokus: Vielen Dank für das Gespräch!

📺 „That’s My Style“ startet am 5. Juli 2026 im ZDF.

Interview: Kai Peter Hoppe / Freizeitfokus

KaPeHo
Author: KaPeHo